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Entwurf — Unternehmen in Gründung Entwurf · in Gründung

Leistung

Am Ende steht ein Ordner, in dem alles drin ist.

Die meisten Familien merken erst im Ernstfall, was alles nicht auffindbar ist. Der Grundbuchauszug ist von 1998. Die Bauakte hat nie jemand geholt. Ob eine Vorsorgevollmacht existiert, weiß niemand sicher zu sagen — und wo sie liegt, erst recht nicht. Die Mappe bringt das in Ordnung, bevor es jemand braucht: beschafft, geordnet, mit einer Liste dessen, was noch fehlt und wer es besorgt.

Und was folgt daraus?

Ein Termin bei Ihnen zu Hause, danach ein Ordner, in dem alles steht. Was fehlt, beschaffen wir. Was wir nicht beschaffen können, steht auf einer Liste — mit dem Weg dorthin und einem Namen dahinter.

Es folgt daraus nichts. Niemand muss deshalb verkaufen, umziehen oder mit den Geschwistern sprechen. Die Mappe gehört danach Ihnen. Ob Sie damit je wieder zu uns kommen, ist Ihre Sache. Wer erst einmal wissen möchte, worum es überhaupt geht, findet die Sache selbst in unserem Wissensstück zur Notfallmappe erklärt — samt der ehrlichen Frage, was Sie davon gut allein hinbekommen.

Der Inhalt

Was drin ist — die sechs Register

Der Immobilienteil steht vorn. Er ist der Kern, nicht das Beiwerk: Wenn im Ernstfall etwas fehlt, fehlt es fast immer hier.

  1. Das Haus

    Grundbuchauszug, aktuell. Flurkarte. Bauakte und Baugenehmigung. Bei einer Eigentumswohnung die Teilungserklärung. Energieausweis mit Typ und Gültigkeit, Wohnflächenberechnung, Rechnungen größerer Arbeiten.

  2. Vertretung

    Liegt eine Vorsorgevollmacht vor, wann wurde sie ausgestellt, ist sie notariell beglaubigt, deckt sie Grundstücks-, Bank- und Gesundheitsangelegenheiten. Dazu der Eintrag im Zentralen Vorsorgeregister und die Bankvollmacht, die gesondert zu führen ist.

  3. Letzter Wille

    Gibt es ein Testament, wo liegt es, eigenhändig oder notariell, in amtlicher Verwahrung — und liegt die Registrierungsbestätigung dabei.

  4. Verträge und laufende Kosten

    Versicherungen. Strom, Gas, Wasser, Abfall, Telefon, Rundfunkbeitrag. Alle wiederkehrenden Lastschriften. Eingetragene Grundschulden.

  5. Konten und Zugänge

    Konten mit Bank und IBAN, Depots, das Schließfach mit seinen Zugangsberechtigten, digitale Dienste — ausdrücklich ohne Passwörter.

  6. Menschen

    Wer im Ernstfall zu verständigen ist: Angehörige, Hausarzt, Steuerberaterin, Notariat, Bank — und die Nachbarn, die einen Schlüssel haben.

Zwei Grenzen, die die Mappe erst brauchbar machen

Keine Zugangsdaten in der Mappe. Das ist der Punkt, an dem eine Mappe vom Schutz zum Risiko wird: Ein Ordner im Wohnzimmerregal, der Passwörter enthält, ist keine Vorsorge mehr. Für Passwörter gibt es einen Notfallumschlag, getrennt aufbewahrt — die Mappe hält nur fest, wo er liegt und wer ihn öffnen darf.

Wir fragen, wo etwas liegt. Wir fragen nichts ab. Auskunft aus dem Zentralen Testamentsregister erhalten zu Lebzeiten nur Notare und Gerichte, wir nicht, und wir tun auch nicht so. Was in der Mappe steht, steht dort, weil Sie es uns gesagt oder gezeigt haben.

Drei Stufen — Sie bestimmen, wo Sie stehen bleiben

Die Bestandsaufnahme steht für sich. Wer danach selbst weitermacht, tut das mit einer Liste in der Hand statt mit einem Gefühl.

Bestandsaufnahme

Vorgespräch und Aufnahme bei Ihnen zu Hause. Am Ende steht eine Lückenliste auf einer Seite: was fehlt, wer besorgt es, bis wann.

Die Mappe

Die Bestandsaufnahme, dazu die Beschaffung der fehlenden Unterlagen, die angelegten Register, ein Übersichtsblatt und ein Übergabegespräch mit den Kindern oder Bevollmächtigten.

Auffrischung

Einmal im Jahr: was hat sich geändert, was ist abgelaufen, was ist neu hinzugekommen.

Was es kostet

Die Beträge nennen wir schriftlich im kostenfreien Kompass-Gespräch, vor jeder Beauftragung. Auf dieser Seite steht bewusst keine Zahl: Ein Preis ohne den Umfang dahinter sagt nichts. Die Bestandsaufnahme ist ein Termin und eine Seite Ergebnis; die Mappe sind Wochen an Beschaffung bei Ämtern, die sich Zeit lassen. Was davon für Sie zutrifft, sagen wir, nachdem wir gehört haben, was bei Ihnen ohnehin schon vorliegt. Wie wir insgesamt abrechnen, steht auf der Seite Honorar.

Die Auffrischung ist wichtiger, als sie aussieht

Eine Mappe von vor sieben Jahren ist im Ernstfall so wertlos wie keine. Verträge laufen aus, ein Energieausweis verliert seine Gültigkeit, eine Bank geht in einer anderen auf, ein Bevollmächtigter zieht fort oder stirbt vor demjenigen, für den er einstehen sollte. Nichts davon meldet sich von allein.

Deshalb steht die Auffrischung hier oben und nicht in einer Fußnote. Einmal im Jahr ein kurzer Durchgang, und was sich geändert hat, ist wieder richtig abgelegt. Das ist der Teil, der aus einem Ordner eine Vorsorge macht.

„Notfallordner gibt es doch kostenlos.“

Stimmt. Als PDF zum Selbstausfüllen, und als Vorlagenpaket für wenige Euro. Wenn Sie die Zeit und die Geduld haben, alles selbst zusammenzutragen, ist das der richtige Weg — und wir sagen Ihnen das lieber vorher als hinterher.

Was Sie bei uns bekommen, ist nicht die Vorlage, sondern die Arbeit: den Grundbuchauszug tatsächlich geholt, die Bauakte tatsächlich angefragt, die Lücke tatsächlich benannt und mit einem Namen versehen. Eine Bauakte dauert im Zweifel Wochen — im Erbfall genau die Wochen, die niemand hat.

Die Grenze

Wir halten fest, ob eine Vorsorgevollmacht vorliegt und wo sie liegt. Ob sie im Ernstfall ausreicht, beurteilt Ihr Notariat — das ist Rechtsberatung, und die leisten wir nicht. Eine entgeltliche Prüfung, ob eine Vollmacht genügt, wäre eine Rechtsdienstleistung nach § 2 RDG. Die Mappe erfasst und ordnet, sie beurteilt nicht.

Ebenso wenig erstellen wir eigene Gutachten, und wir geben keinen Steuerrat. Wo eine solche Frage auftaucht, notieren wir sie in der Lückenliste und nennen die Stelle, die sie beantworten darf. Das ist keine Zurückhaltung aus Vorsicht, sondern die Bedingung dafür, dass die Mappe im Ernstfall trägt.

Kompass-Gespräch kostenfrei · unverbindlich · Antwort in zwei Werktagen

Häufige Fragen

Verpflichtet mich das zu irgendetwas?
Nein. Das Kompass-Gespräch ist kostenfrei und unverbindlich; erst danach entscheiden Sie, ob überhaupt etwas beauftragt wird. Auch die Bestandsaufnahme steht für sich — die Lückenliste gehört Ihnen, selbst wenn Sie die Beschaffung anschließend allein übernehmen.
Wer sollte beim Termin dabei sein?
Sie selbst genügen. Wo es eine bevollmächtigte Person oder erwachsene Kinder gibt, ist es meist gut, wenn wenigstens eine davon beim Übergabegespräch dabei ist: Eine Mappe, von der niemand weiß, wirkt im Ernstfall wie keine.
Wo bewahren wir die Mappe auf?
Dort, wo sie im Ernstfall erreichbar ist, und nicht im Schließfach, das ohne die Mappe niemand öffnen darf. Wir halten im Übersichtsblatt fest, wer weiß, wo sie steht. Zugangsdaten bleiben getrennt im Notfallumschlag.
Und wenn wir das Haus bereits geerbt haben?
Dann ist die Mappe nicht mehr Vorsorge, sondern Aufarbeitung — dieselben Unterlagen, nur unter Zeitdruck beschafft. Für diesen Fall führt der Erben-Fahrplan weiter, und wir sagen im Gespräch offen, welcher der beiden Wege zu Ihrer Lage passt.
Arbeiten Sie auch außerhalb Ihrer Region?
Die Aufnahme findet bei Ihnen zu Hause statt, deshalb kommt es auf den Weg an. Wir arbeiten in der Region Hannover, im Weserbergland und in Ostwestfalen-Lippe; ob Ihr Ort dazugehört, klärt ein Blick auf die Seite Region — und wenn nicht, sagen wir es, statt eine Anfahrt zu rechnen.

Die Mappe

Sollen wir gemeinsam nachsehen, was fehlt?

Das Kompass-Gespräch ist kostenfrei und unverbindlich. Wir melden uns innerhalb von zwei Werktagen.