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Barrierefrei umbauen statt umziehen

Viele Häuser lassen sich mit überschaubaren, gut geplanten Änderungen so anpassen, dass sie die kommenden Jahre tragen. Wer früh umbaut — bevor ein Sturz dazu zwingt —, behält sein Zuhause und gewinnt Ruhe. Förderung dafür gibt es.

Stand: Juni 2026 · ← zum Leitfaden

Antwort zuerst. Bleiben ist oft die ruhigere Wahl: Statt umzuziehen oder zu verkaufen, lässt sich das vorhandene Zuhause altersgerecht umbauen. Wenige, gut geplante Maßnahmen — ein stufenloser Eingang, eine bodengleiche Dusche, breitere Türen, Haltegriffe — nehmen einem Haus die häufigsten Hürden. Entscheidend ist, früh zu planen, solange kein Sturz und kein Pflegefall den Takt vorgibt. Und die Kosten tragen Sie nicht allein: Die KfW fördert das altersgerechte Umbauen, und bei anerkanntem Pflegegrad beteiligt sich die Pflegekasse an der Wohnumfeldverbesserung.

Die üblichen Maßnahmen

Die meisten Barrieren in einem Wohnhaus lassen sich mit einer Handvoll bekannter Eingriffe deutlich verringern. Ein stufenloser Zugang an der Haustür — über eine Rampe oder einen niedrigeren Schwellenausgleich — macht das Kommen und Gehen sicher. Im Bad ersetzt eine bodengleiche, begehbare Dusche die Wanne; Haltegriffe an Dusche, Toilette und entlang der Wege geben Halt. Breitere Türen schaffen Platz, falls einmal ein Rollator oder Rollstuhl gebraucht wird. Wo Stockwerke verbunden bleiben sollen, hilft ein Treppenlift. Keine dieser Maßnahmen verlangt einen Neubau — die meisten Häuser tragen sie problemlos.

Sinnvoll ist, das Bad und den Eingang zuerst anzusehen: Dort passieren die meisten Stürze, und dort wirkt eine Änderung am stärksten. Wer ohnehin saniert, plant die Barrierereduzierung am besten gleich mit ein.

Früh planen, nicht erst nach dem Sturz

Der wichtigste Rat ist auch der unscheinbarste: früh anfangen. Solange Sie selbst entscheiden und in Ruhe abwägen können, lässt sich der Umbau gut planen, fördern und über die Zeit strecken. Wird er erst nach einem Sturz oder einem plötzlichen Pflegebedarf nötig, steht alles gleichzeitig an — und der Druck nimmt die Wahl. „Umbauen statt umziehen" ist deshalb keine Notlösung, sondern eine vorausschauende Entscheidung für das eigene Zuhause.

Geht es bei der Sanierung zugleich um Dämmung, Heizung oder Fenster, lohnt der Blick auf die energetische Seite und ihre eigenen Regeln und Förderungen — die haben wir unter Förderung, Sanierung und das GModG beschrieben.

Förderung: KfW und Pflegekasse

Sie müssen den Umbau nicht allein stemmen. Das KfW-Programm Altersgerecht Umbauen bietet einen zinsgünstigen Kredit für Barrierereduzierung; wenn Haushaltsmittel bereitstehen, ist zeitweise auch ein Zuschuss möglich. Konditionen und Verfügbarkeit ändern sich — maßgeblich ist immer die aktuelle Auskunft der KfW, am besten geklärt, bevor der Auftrag vergeben wird.

Ist ein Pflegegrad anerkannt, beteiligt sich daneben die Pflegekasse an Maßnahmen, die das Wohnumfeld verbessern — also genau an solchen Umbauten, die das Wohnen zu Hause weiter möglich machen. Auch hier gilt: Höhe und Voraussetzungen klären Sie vorab mit der Pflegekasse. Beide Wege lassen sich oft kombinieren, und sie sind ein guter Grund, früh zu planen statt unter Zeitdruck.

Barrierereduzierung. Bauliche Maßnahmen, die Hürden im Wohnen verringern — etwa ein stufenloser Zugang, eine bodengleiche Dusche, breitere Türen oder Haltegriffe. Sie machen ein Haus für die kommenden Jahre sicher begehbar, ohne dass ein Neubau nötig ist.
Altersgerecht Umbauen (KfW). Ein Förderprogramm der KfW für die Barrierereduzierung im Bestand: ein zinsgünstiger Kredit und, soweit Haushaltsmittel bereitstehen, zeitweise ein Zuschuss. Konditionen ändern sich — maßgeblich ist die aktuelle Auskunft der KfW.

Dieser Beitrag ordnet ein und ersetzt keine Bau-, Förder- oder Steuerberatung. Förderhöhen und Voraussetzungen klären Sie vorab mit der KfW und der Pflegekasse; die Planung des Umbaus bereiten wir mit Ihnen vor.

Nächster Schritt

Förderung, Sanierung und das GModG

Die energetische Seite eines Umbaus mit eigenen Regeln und Förderungen.

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Der richtige Moment

Wann das vorausschauende Gespräch über das Wohnen ansteht.

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Lohnt sich umbauen oder ist umziehen sinnvoller?
Oft lässt sich das vorhandene Zuhause mit wenigen, gut geplanten Maßnahmen erhalten — ein stufenloser Zugang, eine bodengleiche Dusche, Haltegriffe. Für viele Häuser ist „umbauen statt umziehen" der ruhigere Weg, weil das vertraute Umfeld bleibt und Förderung den Aufwand mitträgt.
Welche Umbauten sind die wichtigsten?
Beginnen Sie beim Bad und beim Eingang: Dort passieren die meisten Stürze. Eine bodengleiche Dusche, Haltegriffe und ein stufenloser Zugang wirken am stärksten. Breitere Türen und bei Bedarf ein Treppenlift kommen hinzu, wenn die Wege im Haus es verlangen.
Gibt es Förderung für den altersgerechten Umbau?
Ja. Die KfW fördert das altersgerechte Umbauen mit einem zinsgünstigen Kredit und, wenn Haushaltsmittel bereitstehen, zeitweise mit einem Zuschuss. Bei anerkanntem Pflegegrad beteiligt sich zudem die Pflegekasse. Konditionen ändern sich — klären Sie sie vorab mit KfW und Pflegekasse.
Wann sollte ich mit dem Umbau anfangen?
Am besten früh, solange Sie in Ruhe planen und entscheiden können. Wird der Umbau erst nach einem Sturz oder bei plötzlichem Pflegebedarf nötig, steht alles gleichzeitig an. Vorausschauend geplant, lässt er sich fördern und über die Zeit strecken.